Korup-Nationalpark

Schon um sieben Uhr steht unser Guide, Julius, vor der Tür, obwohl wir für halb acht verabredet waren. Etwas überrascht bitten wir ihn, noch etwas zu warten, da wir noch frühstücken wollen.

Nachdem wir uns gestärkt haben steigen wir auf die Motorräder und lassen uns, nachdem auch Julius sowie unser Träger, Steven, für die Zelte dazugekommen sind, zum Eingang des Nationalparks fahren. Dort angekommen werden wir registriert und können nun den Park betreten. Der Zugang erfolgt über eine lange Hängebrücke, die „Mana Suspension Bridge„, über den Ndian.

Mana-Bridge

Während wir auf dem Weg zum Park hauptsächlich durch ausgedehnte Palmöl-Plantagen gefahren sind befinden wir uns nun direkt im Urwald. Auf schmalen Fußpfaden geht es durch das Dickicht. Bei vermutlich 100%  Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über  30 Grad bewegen wir uns raschen Schritts voran. Four monkeys and one gorilla – im Gänsemarsch folgen wir Julius (Steven hat eine andere Route gewählt) bzw. versuchen mit ihm Schritt zu halten.

Urwaldfluss

Bis zu unserem Ziel, dem „Chimpanzee Camp„, sind es 12 km. Aufgrund der beträchtlichen Wasservorräte, die wir mitgenommen haben, hat sich das Gewicht unserer Rucksäcke nochmal erhöht, auch wenn wir einen guten Teil unserer Sachen im Hotel zurückgelassen haben.

Nach anderthalb Stunden fängt es an zu regnen. Da wir aber sowieso schon komplett durchgeweicht sind, sparen wir uns, zusätzliche Regenkleidung anzuziehen. Nach einer kleinen Ewigkeit erreichen wir eine große Boofe, wo wir vor dem Regen geschützt endlich eine Pause einlegen.

Dann geht es auch schon weiter und wenig später erreichen wir das Camp. Neben uns ist hier auch eine Studentengruppe samt Professor und zwei Doktoranden aus Göttingen, die Singvögel fangen und kartieren.

Es hat mittlerweile aufgehört zu regnen. Während Julius und Steven sich am Aufbauen der Zelte versuchen, marschieren wir nochmal auf eigene Faust los – diesmal ohne Gepäck, was das Laufen erheblich erleichtert. Leider nehmen wir den falschen Weg, sodass wir nirgendwo ankommen, sondern letztendlich auf dem gleichen Weg zurück laufen.

Vor dem Dunkelwerden machen wir uns ein weiteres Mal, diesmal wieder mit Julius, auf den Weg und klettern herauf zum „Namata Ledges“, einem großen Fels auf einem Berg. Hier genießen wir den überwältigenden Ausblick über die Baumwipfel des Parks hinweg.

Über den Wipfeln

Zurück im Camp essen wir ein Abendbrot mit den Hauptbestandteilen Weißbrot und Ölsardinen und schlafen alsbald vollkommen erschlagen im Zelt ein.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück gegen acht Uhr wieder voll bepackt auf den Rückweg. Wir nehmen eine andere Route, in der Hoffnung nun ein paar Tiere zu sehen.

Wurzeln

Als wir gegen kurz vor Zwei die Hängebrücke erreichen, haben wir leider lediglich einige Affen gesehen, von denen wir auch nur im Wesentlichen die Bewegung der Baumkronen wahrgenommen haben. Dennoch hat sich das Erlebnis tropischer Regenwald gelohnt!

Urwald

Den Nachmittag ruhen wir uns im Hotel aus. Morgen sind wir mit unserem Chauffeur, den uns Ivo für die Herfahrt organisiert hatte, verabredet. Vielleicht bringt er uns dann schon direkt nach Limbé.

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