Abreise

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Gestern verbringen wir fast den ganzen Tag im Hotel am Pool. Nur der Hunger treibt uns morgens zum „Spaghetti&Egg“-Stand und nachmittags zur Nahe gelegenen Bäckerei. Am Abend suchen wir eine gute und günstige Gelegenheit zu essen, landen aber letztendlich doch wieder im Seemannsheim.

image

Für die zweite Nacht in Douala müssen wir zum Glück nicht das Hotel verlassen. Wir bekommen freundlicherweise das Gästezimmer der Hotelbesitzer (?) zugeteilt, sodass wir nur von einem ins andere Zimmer umziehen müssen.

Heute ist nun der Tag des Abflugs. Da wir erst spät abends fliegen,  beschließen wir, noch das Meeresmuseum zu besuchen. Dieses liegt ebenfalls im Stadtteil Akwa und damit fußläufig von unserer Unterkunft entfernt. Die Rechnung ist diesmal sehr offiziell, nur das mit dem Namen müssen wir nochmal üben.

image

Der Moloch Douala ist heute relativ leer. Das Wochenende nutzen hier scheinbar viele, um dem Großstadttrubel zu entfliehen. Insgesamt ist Douala doch deutlich reicher als der Rest des Landes, was wohl an der „Nähe“ zu Europa und dem Rest der westlichen Welt liegen mag – in Douala befindet sich der größte und vermutlich einzige Überseehafen Kameruns auf dem Tag und Nacht reges Treiben herrscht. Ständig werden Schiffe be- und entladen, Züge mit Holz und anderen Gütern rollen täglich aus allen Landesteilen ein.

Der Wohlstand zeigt sich z.B. darin, dass alle Straßen asphaltiert sind, es liegt viel weniger Unrat herum und die Autos sind neuer, teurer und größer. Andererseits zeigt sich um so deutlicher die Armut in Form von obdachlosen und kranken Menschen auf den Straßen.

Das Museum ist, ähnlich wie der Spar-Supermarkt, ein recht neues Gebäude, was so gar nicht ins übrige Stadtbild passen will. Drinnen ist es eiskalt klimatisiert und, bis auf eine Handvoll Angestellter, menschenleer.

image

Wir bekommen unsere persönliche Führung durch die drei Etagen, dürfen die Aussichtsterasse auf dem Dach besteigen und den „Stormroom“ besuchen. In diesem fensterlosen Raum sind zwei angedeutete Holzboote auf einem Podest vor einer Leinwand befestigt. Wir steigen in die Boote, bekommen eine 3D-Brille auf die Nase gesetzt und los geht die wilde Fahrt – die Boote bewegen sich passend zur dargestellten Animation. Es wird die Geschichte des Afrikaners Malobé erzählt, „La tempete de Malobé“, wie er von den Weißen in die Sklaverei verschleppt wird. Und so fahren wir über die stürmische See mit den kleinen Nussschalen bis wir die Handelsgaleone erreichen. Dabei werden wir sogar nassgespritzt von einer eingebauten Wasserdüse. Ein echt multimediales Erlebnis!

Den Nachmittag verbringen wir wieder im Hotel in Poolnähe. So können wir uns schonmal seelisch und moralisch auf die Rückreise vorbereiten. Mal sehen, wie der Flughafen Doualas im Gegensatz zum doch sehr übersichtlichen Flughafen in Yaoundé aussieht. Dort gab es quasi ein Gate, an dem unser Flieger ankam und von dem dieser am gleichen Abend vermutlich auch wieder losgeflogen ist. Viel mehr passiert dort am Tag wahrscheinlich auch nicht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s