Nochmal Limbé

Wir verbringen noch zwei weitere, sehr entspannte und erholsame Tage am Strand in Batoke. Am Montagnachmittag verabschieden wir uns von Elli und Oscar. Die beiden fahren nach Limbé um am Dienstag nach Yaoundé zu kommen, wo ihr Flieger am Mittwoch sie wieder in heimatliche Gefilde bringen wird. Ab jetzt sind wir also auf uns allein gestellt, durch die bisherige äußerst kompetente Reise(beg)leitung aber bestens vorbereitet.

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Am späten Dienstagnachmittag verlassen wir den Strand und nehmen das nächste Taxi zurück nach Limbé. Dort mieten wir uns im Victoria Guest House ein und schlendern wieder zur Hafenpromenade. Den Abend beenden wir mit frisch gepresstem Fruchtsaft und gegrilltem Fisch.

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Heute sind wir etwas früher als die letzten Tage aufgestanden, da nach dem Strandaufenthalt wir die letzten Tage nutzen wollen, um noch etwas mehr vom Land zu sehen. Auf dem heutigen Programm steht der Besuch des historischen Sklavenmarktes in Bimbia sowie des „Limbé Wildlife Center“. Nach unserem Standard-Nudel-und-Ei-Frühstück nehmen wir mutig das erstbeste Motorradtaxi und lassen uns nach Bimbia bringen. An der Abzweigung der Hauptstraße in Richtung Bimbia werden wir von einem Halboffiziellen aufgehalten, der unseren Motorradfahrer wieder zurück die Stadt schickt. Uns will er dafür mit eigens für diesen Straßenabschnitt angedachten Fahrern versorgen. So richtig können wir uns nicht auf den Preis einigen, zudem ist der gerufene Fahrer scheinbar auch nicht der Richtige. Wir sind schon kurz davor zu laufen, da wird unser Preisangebot doch angenommen und etwas widerwillig nimmt uns der neue Fahrer mit. Zu dritt auf einer kleinen 125er über Stock und Stein ist schon eine besondere Art des Vorankommens.

Am Eingang des Marktes angekommen finden wir uns vor verschlossener Tür. Außer einem Mann, der mit seiner Machete das Unkraut jätet und einem weiteren, der ihm dabei zuschaut, ist niemand hier, der uns öffnen könnte. Mürrisch fährt unser Motorradfahrer ins nahegelegene Dorf zurück und kommt wenig später mit drei weiteren Leuten (einer davon auf seinem Motorrad) zurück.

Nach Erledigung der Formalitäten (Besucherformular, Eintrittspauschale) können wir zusammen mit einem Guide und einem weiteren Aufpasser das Gelände betreten. Neben ein paar Ruinen und viel von Bambuspflanzen durchsetzter Urwaldvegetation ist nicht viel zu sehen. Aber selbst die wenigen, recht inkompetenten Ausführungen unserer Guides lassen erahnen, welch grausamen Unmenschlichkeiten hier früher zur Beschaffung billiger Arbeitskräfte für die westliche Welt stattgefunden haben.

Gegen Mittag sind wir bei bester Hitze wieder zurück in der Stadt. Wir genehmigen uns einen frisch gepressten Fruchtsaft aus Ananas, Mango und Banane. Das tut außerordentlich gut, auch wenn immer die Unsicherheit mitschwingt, wie gut wohl unsere Mägen die Straßenspezialität vertragen mögen.

Nach einer kleinen Pause im Hotelzimmer – wir haben uns für die etwas teurere Kategorie mit Klimaanalage entschieden – machen wir uns auf den Weg zu Wildlife Center. Hierbei handelt es sich weniger um einen Zoo als um eine Auffangstation für aus Notsituationen gerettete Wildtiere. Nun sehen wir doch noch neben vielen Affen (Gorillas, Schimpansen, Drills, …) ein Python, zwei Zwergkrokodile und eine kleine Antilope. Die Auffangstation verfügt über erstaunlich große Gehege – wir sind davon sehr überrascht und hätten das für das doch sehr arme Kamerun nicht erwartet.

Da heute unser letzter Abend in Limbé ist, gehen wir nochmal Fisch essen. Man könnte uns fast schon als Stammkunden der Lokalität bezeichnen – auf jeden Fall werden wir wiedererkannt, was aber wohl eher an unserer weißen Hautfarbe liegen könnte.

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Morgen fahren wir nach Douala, wo am Samstagabend unser Flieger zurück nach Europa starten wird. Nur noch dreimal schlafen…

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